Therapieplatz in München: Coaching kann die Wartezeit stabilisierend überbrücken

Fünf Monate Warten – mein persönlicher Rückblick

Mit Anfang 20 habe ich mich entschieden, eine Therapie zu beginnen. Also habe ich mich um einen Therapieplatz bemüht – nach der Bewilligung durch die Krankenkasse und der Entscheidung für eine Therpeutin hieß es: fünf Monate Wartezeit. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich am Telefon hörte: „Also Herr Kratzert, wir sehen uns dann in fünf Monaten.“ Für mich fühlte sich das an, als würde mein Leben – und mein Wunsch nach mehr innerer Stabilität – auf Pause gestellt. Ich hätte gerne direkt Unterstützung gehabt. Und gleichzeitig war sie noch nicht verfügbar. Rückblickend hätte ich mir in dieser Wartezeit eine begleitende Unterstützung gewünscht. Jemanden, der hilft, Gedanken zu sortieren, Belastungen einzuordnen und Stabilität aufzubauen – nicht als Ersatz für Therapie, sondern als Brücke bis dahin. Heute weiß ich: Diese Situation erleben viele Menschen – gerade hier in München.

Wie lange wartet man auf einen Therapieplatz in München?

Die Wartezeit, die ich damals erlebt habe, ist kein Einzelfall. Auch heute berichten viele Menschen von mehreren Monaten, bis eine ambulante Psychotherapie beginnen kann. Bundesweite Erhebungen zeigen, dass zwischen Erstkontakt und Therapiebeginn im Durchschnitt rund 80 bis 100 Tage vergehen. In Bayern liegt der Median bei etwa 97 Tagen. Für München werden Wartezeiten von durchschnittlich rund 80 Tagen genannt – also fast drei Monate. Und das ist ein Durchschnittswert. Je nach Auslastung, Fachrichtung und Versicherungsstatus kann es deutlich länger dauern. Wichtig ist dabei: Diese Zahlen sagen nichts über die Dringlichkeit der einzelnen Situation aus. Sie zeigen lediglich, dass die Nachfrage nach psychotherapeutischer Unterstützung hoch ist – und freie Plätze begrenzt sind.
Für viele bedeutet das: Die Entscheidung, Hilfe zu suchen, ist gefallen. Doch die kontinuierliche Begleitung beginnt erst Monate später. Das kann frustrierend sein – gerade wenn man sich Veränderung und Entlastung wünscht. Dazu kommt: Die Belastungen pausieren in dieser Zeit in der Regel nicht. Erste Warnzeichen eines beginnenden Burnouts oder einer depressiven Verstimmung entwickeln sich also weiter, wenn keine Stabilisierung stattfindet. Genau deshalb stellt sich die Frage, wie diese Wartezeit sinnvoll gestaltet werden kann. Genau hier kann Coaching für mentale Gesundheit ansetzen: Genau hier kann Coaching für mentale Gesundheit ansetzen: Die Wartezeit bekommt Struktur und Orientierung – und wird für Sie zu einer Phase der Stabilisierung und Vorbereitung.

Coaching während der Wartezeit: Was konkret möglich ist

Mir ist wichtig zu betonen: Coaching für mentale Gesundheit oder Psychosoziale Beratung ersetzt keine Psychotherapie. Aber es kann in der Zeit bis zum Therapiebeginn stabilisieren und Orientierung geben. Im Coaching steht nicht die Behandlung einer Erkrankung im Vordergrund, sondern die Frage: Was hilft mir jetzt – im Hier und Heute? Viele Menschen erleben die Wartezeit als Phase innerer Unruhe oder Unsicherheit, bei mir zumindest war das so. Genau hier kann eine begleitende Unterstützung ansetzen. Konkret kann Coaching in dieser Phase helfen,

·      Gedanken zu sortieren und belastende Themen einzuordnen,

·      emotionale Entlastung zu schaffen,

·      Resilienz aufbauen und stärken

·      den Alltag wieder klarer zu strukturieren,

·      erste, alltagstaugliche Bewältigungsstrategien zu entwickeln,

·      eigene Ressourcen und Stärken bewusst wahrzunehmen,

·      Selbstwirksamkeit Schritt für Schritt zurückzugewinnen.


Das Ziel ist eine alltagsnahe Unterstützung und Stabilisierung: Eine Wartezeit, die keine Pause ist, sondern einen konkreten Auftrag erhält. Übrigens: Wer sich in der Wartezeit nicht allein gelassen fühlt, startet häufig gefestigter und klarer in die spätere therapeutische Arbeit.

Nicht warten, sondern starten

Eine Wartezeit auf einen Therapieplatz in München muss kein Stillstand sein. Sie kann – mit der richtigen Begleitung – zu einer Phase der Stabilisierung und bewussten Vorbereitung werden. Wenn Sie sich aktuell in einer solchen Wartezeit befinden, kann es sinnvoll sein, diese Phase aktiv zu gestalten – statt sie nur auszuhalten. Melden Sie sich gerne für ein kostenloses Erstgespräch und wir besprechen, wie wir Ihre Wartezeit gut für Sie gestalten können.

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